Grober Behandlungsfehler bei verspäteter Behandlung von Durchblutungsstörung

 01.12.2019

Das OLG Hamm hat für den Teilverlust der rechten Hand bei Entfernung des Daumen, des Zeigefinger und Teile des Mittelfingers ein Schmerzensgeld von 50.000,00 € ausgeurteilt. In dem Fall wurde der Versuch einer Rekanalisierung einer Arterie bei einer akuten Ischämie (Gefäßverschluss) nicht rechtzeitig unternommen. Aufgrund des zögerlichen Verhaltens der Ärzte wurde der Patientin die einzige Chance zum Erhalt der Hand genommen.

OLG Hamm, Urteil vom 19.11.2019 - Az.: 26 U 30/19